Am 29. Oktober präsentierten die „Queer Business Women“ in Wien die Ergebnisse der Studie „Lesben am Werk“. Mit dieser Studie gibt es endlich auch für Österreich eine repräsentative Untersuchung zur Situation lesbischer Frauen im Erwerbsleben. Im deutschsprachigen Raum ist die Arbeits- und Berufssituation von lesbischen Frauen bisher kaum untersucht worden. Die Interessensgemeinschaft „Queer Business Women“ hat diese Studie initiiert und bei der Abteilung für Gender und Diversitätsmanagement der Wirtschaftsuniversität Wien in Auftrag gegeben. Eine Online-Befragung von über 900 lesbischen Frauen, die in Österreich
arbeiten, bildet den Kern der Studie.
„Ein Hauptziel unserer Interessensgemeinschaft ist das Sichtbarmachen
von Lesben im öffentlichen Leben und die Verbesserung der
Erwerbsbedingungen von lesbischen Frauen in Österreich. Die
Beauftragung einer Studie war daher für uns eine logische Konsequenz,
und konnte mit Sponsorgeldern der Firma IBM erfolgreich umgesetzt
werden“, so Eva Susanne Götz, Vorsitzende der Queer Business Women
(QBW).
Besonders deutlich zeigte sich, dass es lesbischen Frauen sehr wichtig
wäre, in ihrem beruflichen Umfeld auch ihrer privaten Lebenssituation
Raum geben zu können. Sich zu outen birgt aber nach wie vor - je nach
Branche - ein mehr oder weniger großes Risiko. So muss Frau all ihre
Energie aufbringen, sich zu schützen, und kann nur soviel von sich
selbst preisgeben, wie es ihrer Karriere nicht schadet. Als lesbische
Frau im Erwerbszusammenhang akzeptiert zu sein bedeutet hingegen vor
allem stressfreier arbeiten zu können und als ganzer Mensch anerkannt
zu sein.
Aufbauend auf den Ergebnissen der Studie planen die QBW bereits
vertiefende Folgestudien, die zur Verbesserung der Erwerbssituation von
lesbischen Frauen in Österreich beitragen sollen.
Ein Kurzbericht der Studie kann unter folgenden Link downgeloadet werden: http://www.queer-business-women.at/wp-content/uploads/2009/10/studie-lesben-am-werk-kurzfassung.pdf
Link: http://www.queer-business-women.at/studie-lesben-am-werk/
Für Rückfragen wendet euch bitte an die Vorsitzende der QBW Eva Susanne Götz eva.goetz[at]queer-business-women.at oder an Dr.in Roswitha Hofmann, Studienleiterin der Abteilung für Gender und Diversitätsmanagement der WU Wien, roswitha.hofmann[at]wu.ac.at
http://diestandard.at/fs/1256743806693/Sich-zu-outen-birgt-noch-immer-ein-Risiko